6. Mai 1025

In einer Urkunde wird erwähnt, dass sich der ostfränkische König Konrad (ab 1027 römisch-deutscher Kaiser Konrad II.) in Schwarzenbruck kurzfristig aufgehalten hat, um eine Urkunde zu unterzeichnen. Der Ort ist aber schon viel älter. Man nimmt an, dass das sog. „Petz’sche Schloss”, das auf einem Sandsteinfelsen neben der Schwarzachbrücke errichtet worden ist, wohl die Urzelle Schwarzenbrucks ist.

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Die von Petz




Petz von Lichtenhof

Wappen der Petz
Die Petz von Lichtenhof sind eine der gerichtsfähigen Familien, die den sogenannten Zweiten Stand der Freien Reichsstadt Nürnberg stellten – erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1450. Erst ab 1730 gerichtsfähig, schafften sie es nicht mehr, in das Patriziat kooptiert zu werden.

Geschichte
Wie viele der Nürnberger Geschlechter und spätere Patrizierfamilien (siehe auch: Imhoff, Oelhafen, Paumgartner und Scheurl) stammten die Petz aus der Gegend um Lauingen. Als erster Vertreter des Geschlechts wurde Michael Petz 1450 in Nürnberg ansässig. Sie engagierten sich später als Fernhändler und kamen vor allem durch den Textilhandel zu Reichtum.

Als Geschlecht der Erbarkeit konnten sie Ämter besetzen, die sonst nur durch Ratsfähigkeit zu erlangen waren, konnten jedoch nicht in den Inneren Rat gewählt werden. Durch die Folgen des Handwerkeraufstands der Jahre 1348/49 wurde der Innere Rat 1370 um 16 Mitglieder erweitert. Als Zugeständnis an die Handwerker – die zahlenmäßig stärkste Bevölkerungsgruppe – ließ man neben Vertretern aus dem Patriziat auch je einen Vertreter der acht angesehensten Gewerbe neu zum Rat zu. Oft wurden Großkaufleute als Vertreter der Handwerke gesandt. Die Petz vertraten die Tuchmacher.

Pius Petz erwarb 1582, über seine Frau Marie Schönborn, den heute nach der Familie benannten Herrensitz Petzenschloss in Lichtenhof Wirthstraße 74-76 und übten die Patrimonialgerichtsbarkeit aus. Seitdem nannten sie sich Petz von Lichtenhof. Der Herrensitz war 1632, während des Dreißigjährigen Krieges, Hauptquartier des Schwedenkönigs König Gustav Adolfs.

Von den Scheurl erbten sie 1876 das Schloss und Gut in Schwarzenbruck. 1730 wurden die Petz gerichtsfähig und 1813 dem einfachen bayerischen Adel immatrikuliert.

Besitzungen
Seit 1583 das Petzsche Schloss (Petzenschloss) im namensgebenden Lichtenhof
Seit 1876 das Petzsche Schloss (Petzenschloss) in Schwarzenbruck

Familienmitglieder
Hermann Hieronymus Petz von Lichtenhof (?–1797), Generalfeldwachtmeister
Georg Christoph Wilhelm von Petz, Gründer der Petz’schen Familienstiftung
Dr. Wilhelm von Petz, Gründer des Petzhauses (Seniorenheim) in Schwarzenbruck

Wappen
In Gold drei schwarze, rot bezungte, oben nach außen, unten nach rechts sehende Bärenköpfe

 

Das Wappen

AMTLICHE WAPPENBESCHREIBUNG (BLASONIERUNG)
In Silber eine durchgehende, gemauerte schwarze Brücke mit zwei Jochen, darüber schwebend ein rotes Mühlrad.

WAPPENGESCHICHTE
Die Brücke steht redend für den Ortsnamen und weist zugleich auf den alten Übergang über die Schwarzach hin. Das Mühlrad erinnert an die Nutzung der Wasserkraft. Entlang der Schwarzach standen Mühlen und Hammerwerke, die meist im Besitz von Nürnberger Patrizierfamilien waren. Dies kommt durch die Farben Silber und Rot aus dem Wappen der Reichsstadt Nürnberg zum Ausdruck.

WAPPENDATEN
Wappenführung seit 1963
Rechtsgrundlage Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Innenministeriums
Beleg Ministerialentschließung vom 16.05.1963

LITERATUR
Unser Bayern. Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung, 1963, S. 56
Pfeiffer, Eckhardt: Nürnberger Land, 2. Aufl., Hersbruck 1989, S. 353-354